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15 Lebensmittel, die Cortisol auf natürliche Weise senken (wissenschaftlich belegt)

  • Autorenbild: Laura  Evers
    Laura Evers
  • 8. Nov. 2025
  • 6 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 20. Jan.

Welche Lebensmittel können helfen, den Cortisolspiegel natürlich zu senken? Erfahre, wie Ernährung deine Stresshormone beeinflusst und welche Lebensmittel auf deinen Anti-Stress-Speiseplan gehören.

Kann man sich wirklich zu einem niedrigeren Cortisolspiegel essen? Ernährung allein wird chronischen Stress nicht lösen – aber die richtigen Lebensmittel können einen gesunden Cortisolspiegel deutlich unterstützen. Die falschen machen alles nur schlimmer.

Studien zeigen, dass bestimmte Nährstoffe, Verbindungen und Essgewohnheiten deine Stressreaktion beeinflussen, Entzündungen reduzieren und helfen können, deinen Cortisolrhythmus wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Schauen wir uns an, welche Lebensmittel die Wissenschaft empfiehlt.


Wie Ernährung Cortisol beeinflusst

Bevor wir zu den einzelnen Lebensmitteln kommen, ist es wichtig, den Zusammenhang zu verstehen. Ernährung beeinflusst Cortisol über mehrere Wege:

Blutzuckerstabilität: Starke Blutzuckerschwankungen lassen Cortisol in die Höhe schießen; ein stabiler Blutzucker hält es im Gleichgewicht.

Nährstoffversorgung: Bestimmte Vitamine und Mineralstoffe sind essenziell für die Cortisolregulation.

Entzündungshemmung: Chronische Entzündungen treiben die Cortisolproduktion an.

Darmgesundheit: Die Darm-Hirn-Achse beeinflusst direkt die Produktion von Stresshormonen.

Antioxidativer Schutz: Oxidativer Stress durch Cortisol erfordert antioxidativen Schutz.

Jetzt zu den konkreten Lebensmitteln.

1. Dunkle Schokolade (mindestens 70 % Kakao)

Ja, Schokolade hat es auf die Liste geschafft – aber nicht der Schokoriegel aus dem Supermarkt. Dunkle Schokolade enthält Flavonoide, die nachweislich den Cortisolspiegel senken und die Stimmung verbessern.

Eine Studie zeigte, dass der tägliche Verzehr von 40 Gramm dunkler Schokolade über zwei Wochen den Cortisolspiegel bei stark gestressten Personen deutlich senkte. Die Magie liegt offenbar in den Polyphenolen, die Entzündungen reduzieren und eine gesunde Stressreaktion unterstützen.

So nutzt du es: Genieße 1–2 kleine Stücke (ca. 25–30 g) nach dem Abendessen. Wähle dunkle Schokolade mit mindestens 70 % Kakao und wenig Zuckerzusatz.

2. Fettreicher Fisch (Lachs, Sardinen, Makrele)

Omega-3-Fettsäuren – insbesondere EPA und DHA aus fettem Fisch – sind wirkungsvolle Cortisol-Regulatoren. Studien zeigen, dass Omega-3-Fettsäuren die Produktion entzündungsfördernder Zytokine reduzieren, die die Cortisolausschüttung auslösen.

Menschen, die mehr Omega-3 zu sich nehmen, zeigen niedrigere Cortisolreaktionen auf Stress und berichten von weniger Angst- und Depressionssymptomen.

So nutzt du es: Iss 2–3 Portionen fetten Fisch pro Woche. Falls du keinen Fisch isst, ziehe ein hochwertiges Fischöl- oder Algenöl-Präparat in Betracht.

3. Fermentierte Lebensmittel (Kimchi, Sauerkraut, Kefir, Joghurt)

Die Verbindung zwischen Darm und Gehirn ist real – und neuere Forschung zeigt, dass die Darmgesundheit die Cortisolproduktion direkt beeinflusst. Fermentierte Lebensmittel enthalten Probiotika, die ein gesundes Darmmikrobiom unterstützen und damit die Stressreaktion regulieren.

Eine Studie ergab, dass Menschen, die regelmäßig fermentierte Lebensmittel aßen, niedrigere Cortisolwerte und eine geringere Stressreaktivität aufwiesen.

So nutzt du es: Baue täglich eine kleine Portion fermentierter Lebensmittel ein. Fang klein an, wenn du nicht daran gewöhnt bist – dein Darm braucht Zeit zur Anpassung.

4. Grüner Tee

Grüner Tee enthält L-Theanin, eine Aminosäure, die Entspannung fördert, ohne müde zu machen. L-Theanin erhöht die Alpha-Gehirnwellenaktivität, die mit einem Zustand ruhiger Wachheit verbunden ist, und senkt nachweislich die Cortisolreaktion auf Stress.

Die Kombination aus L-Theanin und dem moderaten Koffeingehalt im grünen Tee erzeugt, was Forscher „ruhigen Fokus" nennen – Wachheit ohne die nervöse Stressreaktion von Kaffee.

So nutzt du es: Trinke 2–3 Tassen täglich, am besten morgens oder am frühen Nachmittag. Vermeide ihn spät am Tag, wenn du koffeinempfindlich bist.

5. Blaubeeren und andere dunkle Beeren

Beeren stecken voller Anthocyane und anderer Antioxidantien, die oxidativen Stress bekämpfen und Entzündungen reduzieren. Studien zeigen, dass regelmäßiger Beerenkonsum Cortisol senken und die Stressresistenz verbessern kann.

Blaubeeren haben sich besonders positiv auf die Cortisol-Aufwachreaktion ausgewirkt – den natürlichen morgendlichen Cortisol-Anstieg, der dir beim Aufwachen hilft.

So nutzt du es: Gib eine Handvoll gemischter Beeren ins Frühstück, mixe sie in Smoothies oder genieße sie als Snack.

6. Bananen

Bananen sind reich an Kalium, Vitamin B6 und Tryptophan – alles Stoffe, die eine gesunde Cortisolregulation unterstützen. Kalium hilft bei der Blutdruckregulation, der bei erhöhtem Cortisol oft steigt, während B6 essenziell für die Neurotransmitter-Produktion ist.

Tryptophan ist eine Vorstufe von Serotonin und Melatonin und hilft, Stimmung und Schlaf zu verbessern – beides wird durch hohes Cortisol gestört.

So nutzt du es: Genieße eine Banane als Snack am Vormittag oder Nachmittag, oder füge sie deinem Morgen-Smoothie hinzu.

7. Blattgemüse (Spinat, Grünkohl, Mangold)

Dunkles Blattgemüse ist ein Nährstoff-Kraftpaket, vollgepackt mit Magnesium, Vitamin C und Folsäure – alles entscheidend für die Stressbewältigung. Magnesium wird oft als „natürliches Beruhigungsmittel" bezeichnet und ist essenziell für ein ruhiges Nervensystem.

Studien zeigen, dass Magnesiummangel mit erhöhter Angst und Cortisolproduktion verbunden ist, während eine ausreichende Magnesiumzufuhr als Puffer gegen Stress wirkt.

So nutzt du es: Iss mindestens eine Portion dunkles Blattgemüse täglich. Gib es in Smoothies, Salate, Pfannengerichte oder Omeletts.

8. Avocados

Avocados liefern gesunde einfach ungesättigte Fette, Kalium und B-Vitamine, die die Nebennierengesundheit und Stressresistenz unterstützen. Die Kombination aus gesunden Fetten und Ballaststoffen stabilisiert zudem den Blutzucker und verhindert Cortisolspitzen.

So nutzt du es: Füge eine halbe Avocado zu Frühstück, Mittagessen oder Salat hinzu. Die gesunden Fette sorgen auch für längere Sättigung.

9. Süßkartoffeln

Anders als normale Kartoffeln haben Süßkartoffeln einen niedrigeren glykämischen Index – sie geben Glukose langsamer ins Blut ab. Das verhindert Blutzuckerspitzen und -abstürze, die Cortisol freisetzen.

Sie sind außerdem reich an Vitamin C, Beta-Carotin und Ballaststoffen – alles förderlich für die Stressbewältigung.

So nutzt du es: Ersetze normale Kartoffeln durch Süßkartoffeln oder genieße sie als sättigende Kohlenhydrat-Beilage zum Abendessen.

10. Nüsse und Samen (Walnüsse, Mandeln, Kürbiskerne)

Nüsse und Samen bieten eine dreifache Wirkung gegen Cortisol: gesunde Fette, Protein und Magnesium. Walnüsse sind besonders reich an Omega-3-Fettsäuren, Kürbiskerne sind wahre Magnesium-Bomben.

Studien zeigen, dass regelmäßiger Nusskonsum mit niedrigeren Stressmarkern und besserer Stimmung verbunden ist.

So nutzt du es: Halte eine kleine Dose mit gemischten Nüssen und Samen für einen praktischen Snack bereit. Eine kleine Handvoll (ca. 30 g) pro Tag reicht.

11. Haferflocken

Haferflocken sind ein komplexes Kohlenhydrat, das die Serotoninproduktion anregt – den „Glücks-Neurotransmitter", der Stress entgegenwirkt. Sie liefern auch B-Vitamine, die das Nervensystem unterstützen und beim Abbau von Stresshormonen helfen.

Die Ballaststoffe im Hafer verlangsamen die Verdauung und sorgen für gleichmäßige Energie ohne Blutzuckerspitzen.

So nutzt du es: Starte deinen Tag mit Haferflocken, getoppt mit Beeren und Nüssen, oder verwende Hafer für selbstgemachte Energiekugeln.

12. Orangen und Zitrusfrüchte

Vitamin C gehört zu den ersten Nährstoffen, die bei Stress aufgebraucht werden – und es ist essenziell für den Cortisolstoffwechsel. Deine Nebennieren gehören zu den Organen mit der höchsten Vitamin-C-Konzentration im Körper.

Studien zeigen, dass Vitamin-C-Supplementierung den Cortisolspiegel senken und die Erholung von Stress verbessern kann. Orangen und andere Zitrusfrüchte sind hervorragende natürliche Quellen.

So nutzt du es: Genieße eine ganze Orange als Snack oder starte den Morgen mit frisch gepresstem Orangensaft (nicht aus Konzentrat, das oft zugesetzten Zucker enthält).

13. Eier

Eier sind eine vollständige Proteinquelle mit allen essenziellen Aminosäuren, plus Cholin, Vitamin D und B-Vitaminen – alles wichtig für die Stressbewältigung. Das Protein stabilisiert den Blutzucker und verhindert die Cortisolspitzen, die mit kohlenhydratlastigen Frühstücken einhergehen.

So nutzt du es: Baue Eier 3–4 Mal pro Woche ins Frühstück ein. Das Protein hält dich satt und deinen Blutzucker bis zum Mittag stabil.

14. Kamillentee und Ashwagandha-Tee

Auch wenn es technisch gesehen Getränke sind, verdienen diese Kräutertees eine Erwähnung. Kamille enthält Apigenin, eine Verbindung, die an dieselben Rezeptoren bindet wie angstlösende Medikamente und Entspannung fördert.

Ashwagandha ist ein adaptogenes Kraut, zu dem es umfangreiche Forschung gibt. Studien zeigen, dass es den Cortisolspiegel deutlich senken kann – in einer Untersuchung um bis zu 30 %.

So nutzt du es: Trinke Kamillentee am Abend, um Entspannung und besseren Schlaf zu fördern. Sprich vor der Einnahme von Ashwagandha mit einem Arzt, besonders wenn du Medikamente nimmst.

15. Knochenbrühe

Reich an Glycin, Prolin und anderen Aminosäuren, unterstützt Knochenbrühe die Darmgesundheit und liefert Bausteine für Neurotransmitter. Die warme, herzhafte Flüssigkeit ist außerdem von Natur aus wohltuend – unterschätze nie die stressreduzierende Wirkung von Wohlfühlessen.

So nutzt du es: Trinke eine Tasse warme Knochenbrühe als Nachmittagssnack oder verwende sie als Basis für Suppen und Eintöpfe.

Lebensmittel, die du meiden oder einschränken solltest

Genauso wichtig wie das, was du isst, ist das, was du nicht isst. Diese Lebensmittel können Cortisol-Probleme verschlimmern:

Zu viel Koffein: Moderate Mengen sind meist okay, aber zu viel Kaffee kann Cortisol in die Höhe treiben – besonders auf nüchternen Magen oder am Nachmittag.

Raffinierter Zucker: Verursacht Blutzuckerspitzen und -abstürze, die Cortisol freisetzen und Entzündungen fördern.

Verarbeitete Lebensmittel: Reich an entzündungsfördernden Ölen, Zusatzstoffen und raffinierten Zutaten, die den Körper belasten.

Alkohol: Mag sich anfangs entspannend anfühlen, stört aber den Schlaf und erhöht die Cortisolproduktion in der Nacht.

Frittierte Speisen: Reich an entzündungsfördernden Omega-6-Fettsäuren und Transfetten, die oxidativen Stress fördern.

Dein Anti-Cortisol-Ernährungsplan

Statt dich auf einzelne Lebensmittel zu fixieren, konzentriere dich auf Muster:

Iss regelmäßig: Mahlzeiten auslassen führt zu Blutzuckerabfällen, die Cortisol in die Höhe treiben. Plane ausgewogene Mahlzeiten alle 3–4 Stunden.

Ausgewogene Mahlzeiten: Kombiniere bei jeder Mahlzeit Protein, gesunde Fette und ballaststoffreiche Kohlenhydrate, um den Blutzucker zu stabilisieren.

Ausreichend trinken: Schon leichte Dehydrierung kann Cortisol erhöhen. Trinke täglich etwa 30 ml Wasser pro Kilogramm Körpergewicht.

Timing der Kohlenhydrate: Erwäge, mehr Kohlenhydrate am Abend zu essen, um die Melatoninproduktion und den Schlaf zu unterstützen.

Achtsam essen: Essen unter Stress aktiviert dein sympathisches Nervensystem. Nimm dir Zeit zum Hinsetzen, Durchatmen und Genießen.

Das Wichtigste

Kein einzelnes Lebensmittel ist ein Wundermittel gegen hohes Cortisol, aber eine Ernährung, die reich an diesen cortisolsenkenden Lebensmitteln ist, kann einen spürbaren Unterschied bei Stresslevel, Energie, Schlaf und allgemeinem Wohlbefinden machen.

Betrachte Essen als Information für deinen Körper. Jede Mahlzeit ist eine Gelegenheit, deine Stressresistenz entweder zu unterstützen oder zu untergraben. Wähle klug, iss regelmäßig und hab Geduld – dein Körper wird es dir danken.

Die wichtigsten Punkte:

Bestimmte Nährstoffe wie Omega-3-Fettsäuren, Vitamin C, Magnesium und Antioxidantien helfen, Cortisol zu senken. Blutzuckerstabilität ist entscheidend – setze auf komplexe Kohlenhydrate, Protein und gesunde Fette. Fermentierte Lebensmittel unterstützen die Darmgesundheit, die die Cortisolproduktion beeinflusst. Vermeide zu viel Koffein, Zucker und verarbeitete Lebensmittel, die Cortisol in die Höhe treiben. Konzentriere dich auf konstante Essgewohnheiten statt auf einzelne „Superfoods".

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